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Schatzsuche zum Geburtstag

Mein Sohn hat sich zu seinem 9. Geburtstag eine Schatzsuche gewünscht. Da ich finde, dass gerade Jungs an jeder Geburtstagsfeier unbedingt nach draußen müssen, weil sie ihre Energien sonst in ungeahnt seltsame Bahnen lenken (hihi), kam mir das sehr gelegen.

Da die Vorbereitung aufwendiger als gedacht war, teile ich einfach mit euch. Vielleicht könnt ihr die Schatzsuche mal nachmachen oder einen Teil davon für eure Feier verwenden. Ich würde mich freuen!

 

Ich habe alle Hinweiszettel in Marmeladengläser gepackt, so waren sie wasserdicht verschlossen und gut zu verstecken.

 

Den Regeln gab es noch drinnen, direkt nach dem Kuchen essen:

Liebe Leute!

 

Um den Schatz zu finden müsst ihr verschiedene Rätsel lösen, die euch den Weg weisen, den ihr einschlagen müsst, um zum Ziel zu gelangen.

 

Folgende Regeln gibt es zu beachten, da der Hüter des Schatzes sonst die gute Laune verliert und sein zu beschützendes Gold nicht freigeben wird:

 

  • Bleibt zusammen! Wenn ihr euch trennt, weil manche vorrennen oder nicht auf die anderen Rücksicht nehmen, dann wird der Schatz für immer verborgen bleiben!

     

  • Lest die Aufgaben laut vor, dass alle sie hören können und lasst alle beim Lösen helfen. Ihr könnt das nur im Team und nicht alleine schaffen!

     

  • Lasst nichts liegen und nehmt alles wieder mit!

     

  • Achtet auf andere Menschen, Autos und was euch sonst noch unterwegs begegnet!

 

 

Und jetzt:

 

Geht noch mal aufs Klo, zieht euch warm an und wartet an Kalles Haustür auf den ersten Hinweis zum Weg.

 

 

 

 

 

Habt viel Spaß wünscht euch die Sekretärin des Hüters des Schatzes

 

 

An der Haustür war dann der nächste Hinweis versteckt. Straßennamen, Rechenaufgabe und Himmelsrichtung müsst ihr eurem Ort anpassen. Wir sind nur zur nächsten Straßenecke gegangen, wo der Hinweis im Vorgarten von Freunden versteckt war.

 

Erster Hinweis:

 

Tretet aus der Tür heraus, wendet euch nach Osten. 

Folgt der Straße, die den Namen eines Mittelgebirges trägt den Berg hinauf.

 

Sucht eine Hausnummer, die die Lösung der folgenden Aufgabe ist und die den zweiten Buchstaben im Namen des Geburtstagskindes beinhaltet

 

70-30-27=

 

Das richtige Haus hat am Eingangstürchen eine blühende Pflanze mit Dornen.

 

 

 

Dort findet ihr einen weiteren Hinweis.

 

In das folgende Rätsel habe ich alle Anfangsbuchstaben der anwesenden Kinder versteckt. Die Lösung war:

Könnt ihr schnell und sofort zum Friedhof kommen?

Da müsst ihr ein bisschen kreativ werden und den Text euren Namen anpassen!

 

 

Zweiter Hinweis:

 

 

Gut gemacht! Ihr seid des Rätsels Lösung ein Stück näher gekommen!

 

 

Die nächste Aufgabe ist schwierig:

 

Grinullo, das böse Buchstabenmonster hat den Text zerfressen, der euch den nächsten Teil des Weges beschreiben soll. Allerdings mag er nur diese Buchstaben, die am Anfang eurer Namen vorkommen.

 

Setzt also eure Anfangsbuchstaben in diesen Text ein und ihr werdet erfahren wohin euch der Weg weiter führt!

 

 

 

 

__ Ö N N __ I H R __ C H N E __ __ U N D __ O F O R T  Z U M 

 

 

F R I __ D __ O __   __ O M M __ N ?

 

 

bis gleich!

Am Vorplatz des Friedhofs war das nächste Marmeladenglas deponiert. Erstaunlicherweise fiel den Kindern schwer zu entscheiden, welches der unbefestigte Weg ist und wo ein Weg von Bäumen gesäumt ist...

Das nächste Ziel war eine Bank in einem kleinen Park.

 

Dritter Hinweis

 

 

Diesmal gibt es keinen Buchstabensalat, aber Grinullo ist noch in der Nähe!

 

Folgt dem unbefestigten Weg den Hügel hinauf in den Pfad, der von Bäumen gesäumt ist.

 

An der Weggabelung halte dich links bis zu einer Ruhestätte kommst.

 

 

Nimm dich unterwegs in Acht, den Grinullo hat gefährliche Freunde!

 

 

VORSICHT!!!

 

Achtung Achtung!

Grinullo hat seine Freunde hierher bestellt, es sind waden-beißende fiese kleine Krabbeldinger, die sich in deinen Schuhsohlen festbeißen wollen, um dich den Rest deines Lebens zu begleiten! Sie heißen Bitickos und sind üble Gesellen!

 

Du kannst sie nur verscheuchen, in dem du auf die Bank kletterst, ohne die Rückenlehne zu berühren.

Ihr müsst für 27 Sekunden ALLE zusammen auf der Bank stehen und dabei langsam von 93 rückwärts zählen!

 

Das verwirrt die Bitickos und sie werden sich hoffentlich zurückziehen!

 

Sucht jetzt den nächsten Hinweis!

 

Dieser war auf (!) einem Baum versteckt und die Kinder haben hervorragendes Teamwork bewiesen beim Räuberleiter machen, um das Geburtstagskind dort hoch zu schaffen!

 

 

Die gesuchte verlassene Behausung war ein Bauwagen des NABU. Daneben steht ein Insektenhotel, dorthin führte das Bienenrätsel, das ich aus dem Internet kopiert und angepasst habe.

 

https://deutscherimkerbund.de/userfiles/downloads/ergaenzungsblaetter/Fragen.pdf

 

 

Die Himmelsrichtungen waren gerade Thema im Sachunterricht, es hat also super gepasst, das auf dem Weg einzubauen. Die gesuchte Trauerweide haben auch nicht alle erkannt, aber wieder haben die Kinder guten Teamgeist bewiesen! Der nächste Hinweis war in einer Tupperdose versteckt, die auf einem alten Baumstumpf deponiert war...

 

Fünfter Hinweis

 

Das war schwer! Und ihr habe es ein gutes Stück näher an den Schatz geschafft!

 

Geht zurück auf den Weg, den ihr verlassen habt, um zur verlassenen Behausung einzubiegen. Von dort geht ihr 62 Schritte nach links.

 

Dem Weg, den ihr dann erreicht haben solltet müsst ihr nach Süden folgen!

 

Wenn ihr ein Gewächs findet, dass bei Harry Potter ausschlägt und im Namen die Bezeichnung eines Gefühls hat, das eine tiefe Traurigkeit beschreibt, biegt nach rechts ein!

 

Ihr werdet an eine Wegkreuzung gelangen. Dort birgt der düstere Rest eines einst starken Gewächses den nächsten Hinweis!

 

 

Die größte Herausforderung beim nächsten Buchstabenrätsel war, die beschrifteten Kekse nicht gleich auf zu essen!

 

Sechster Hinweis

 

Hier war wieder Grunillo am Werk!

 

Diesmal hat er die Buchstaben, die das Lösungswort geben, auf Kekse geschrieben. Esst sie nicht auf!

 

Zuerst müsst ihr aus diesen Keksen ein Lösungswort bilden. 

 

Denn dorthin müsst ihr als nächstes geben.

 

Vorher jedoch müsst ihr um den Baum einen Kreis bilden. Haltet euch an den Händen und geht zwei mal gegen den Uhrzeigersinn im kreis um den Baum herum und sagt dabei: Der nächste Hinweis ist am………………. (Lösungswort einsetzen)

 

Viel Erfolg!

Am Schützenhaus angekommen sollten die Kinder aus 16 bereit liegenden Dachlatten eine Windrose legen. Unglaublicherweise waren diese aber geklaut!

Also wirklich. Unser Laster stand ganz nah, es war wirklich eindeutig, dass hier irgendeine Veranstaltung vorbereitet war und ich hoffe, dass der Dieb wirklich gefroren hat und die Latten als Brennholz benutzt. Wärmt hoffentlich auch sein kaltes Herz. Tsss.

Alternativ haben die Kinder sich als Kreuz in die Himmelsrichtungen gestellt.

 

Siebter Hinweis!

 

Wieder eine wichtige Aufgabe!

Diesmal müsst ihr die Himmelsgeister freundlich stimmen, damit sie euch den Weg zum Schatz freigeben:

 

Legt aus den fallen gelassenen Halb-Schwertern eine Windrose, markiert die Spitzen mit den richtigen Himmelsrichtungen und stellt euch hinein.

 

Wenn ihr dann nach Norden schaut seht ihr, an welches Tor ihr euch stellen müsst, um dem Schatz näher zu kommen. Es bildet den Eingang zum Übungshaus der Sportschützen.

 

 

 

Lest erst dann weiter!

Das Seil war glücklicherweise noch da!

 

Ihr steht mit dem Rücken zum Schützenhaus Tor?

Nehmt das Seil.

Haltet es am Tor fest, wickelt es aus in Richtung Westen.

 

Ihr müsst es alle berühren! Wer es los lässt wird sofort von den HimmelsrichtungsGeistern entführt!

 

 

Positioniert das älteste Kind am Ende des Seils.

 

Von dort aus müsst ihr suchen. Der Schatz ist nicht weiter als eine Seillänge von diesem Punkt entfernt.

Aber Achtung!

Ihr dürft das Seil immer noch nicht loslassen!

 

Erst wenn alle gleichzeitig die Schatzkiste berühren, ist der Zauber gelöst und ihr dürft das Seil loslassen. Die HimmelsrichtungsGeister werden verschwinden.

 

 

Als Schatz waren natürlich Goldtaler versteckt und für jedes Kind ein kleines Spielzeugauto. Wir haben sie dann die wirklich schwere Kiste auch noch nach Hause schleppen lassen, immer abwechselnd und gemeinsam, das war wirklich super.

 

 

Fazit

Die Schatzsuche war ein voller Erfolg. Trotz des üblen Wetters waren alle 11 Kinder (8-9 Jahre, Geschwisterkind 5) mit Feuereifer bei der Sache.

Wir haben etwa 60 min gebraucht, bei besserem Wetter hätten wir es aber sicher noch etwas ausgedehnt, sie unterwegs noch ein bisschen spielen lassen und bei den Rätseln weniger geholfen. Der Weg war insgesamt etwa 1,5 km lang und ging wenig an befahrenen Straßen entlang.

 

Im Anschluß haben sie noch bei uns zuhause Lego gespielt und gegessen. So gingen die Stunden im Nu vorbei.

In die Mitgebsel- Tüten habe ich ausser dem Schatztruhen-Inhalt noch individualisierte Gläser gepackt, die ich aber vorbereitet und mit Vinylfolie beklebt hatte.

Als wir dem Geburtstagskind dann auch noch den Herzenswunsch Erdbeertorte (Ende November!) erfüllt haben, war der Tag sowieso schon super.

Kind glücklich. Alles gut!

 

Viele Grüße

Susanne